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Energieeffizienz durch angepasste Regelungsstrategien

Facility Management: Druckluftanlagen » Druckluftanlagen » Allgemeine betriebliche Eigenschaften » Energieeffizienz durch angepasste Regelungsstrategien

Energieeffizienz durch angepasste Regelungsstrategien im Druckluftsystem

Energieeffizienz durch angepasste Regelungsstrategien im Druckluftsystem

Die Energieeffizienz eines Druckluftsystems wird im laufenden Betrieb maßgeblich durch die Regelungsstrategie bestimmt. Die Regelung steuert das Zusammenspiel von Netzdruck, Lastverteilung, Schaltzyklen, Teil- und Leerlaufbetrieb sowie die Nutzung von Speichern. Im Facility Management (FM) steht ein stabiler, bedarfsgerechter Betrieb im Vordergrund: Netzdruck und Kompressorleistung sollen an den tatsächlichen Verbrauch angepasst werden, um unnötige Leerlaufzeiten und Überdruck zu vermeiden. Studien zeigen, dass der Netzdruck nur so hoch wie notwendig eingestellt werden darf, da jeder zusätzliche bar den Energieverbrauch um etwa 6–10 % erhöht und eine Absenkung von etwa 1 bar rund 7 % Energie spart. Drehzahlgeregelte (Variable-Speed-Drive, VSD) Kompressoren reduzieren im Teillastbetrieb die Energieverluste gegenüber einfachen Last/Leerlauf-Regelungen und sollten daher bei schwankenden Lastprofilen eingesetzt werden. Diese Einführung beschreibt, wie Regelungsstrategien im FM systematisch bewertet und an das Lastprofil angepasst werden und wie sie sich in Betrieb, Monitoring und Wartung integrieren lassen.

Energieeffizienz durch Regelstrategien im Druckluftsystem

Die nachfolgende Tabelle führt die zentralen Kriterien auf und beschreibt ihre Bedeutung:

Zielgröße

Bedeutung im FM-Kontext

Begründung

Druckstabilität/Versorgungssicherheit

Sicherstellung eines stabilen Netzdrucks und jederzeit ausreichender Versorgung aller Verbraucher.

Eine zentrale Steuerung mit engem Druckband verteilt die Last optimal, minimiert Leerlaufzeiten und hält die Druckschwankung auf wenige Zehntel bar.

Energieverbrauch

Reduzierung des spezifischen Stromverbrauchs durch niedrigen Netzdruck und geringe Leerlaufanteile.

Jedes zusätzliche bar erhöht den Energiebedarf der Kompressoren um 6–10 %; eine Absenkung des Drucks um 1 bar spart rund 7 % Energie. Drehzahlgeregelte Kompressoren vermeiden ineffiziente Leerlaufphasen.

Anlagenverfügbarkeit

Gewährleistung der Betriebsbereitschaft und Minimierung von Ausfallrisiken.

Die Lastaufteilung auf mehrere Aggregate mit übergeordneter Steuerung verhindert Überlastung einzelner Maschinen und sichert den Betrieb bei Störungen.

Lebenszykluskosten

Betrachtung von Investitions-, Energie- und Wartungskosten über die Lebensdauer.

Bis zu 70–80 % der Betriebskosten einer Druckluftanlage entfallen auf Strom; effiziente Regelung reduziert die Gesamtkosten nachhaltig.

Wartungs- und Bedienfreundlichkeit

Erleichterung von Instandhaltung und Steuerungsanpassungen.

Häufige Start-/Stopp-Zyklen erhöhen den Verschleiß der Kompressoren; durch optimierte Regelung und ausreichende Speicherkapazität werden Schaltspiele reduziert und Wartungsfenster planbar gestaltet.

Skalierbarkeit

Fähigkeit, zukünftige Laständerungen ohne grundlegende Umbauten zu bewältigen.

Modulare Kompressorstationen mit standardisierter Steuerung erlauben das Hinzufügen oder Austauschen einzelner Aggregate, ohne die Versorgungssicherheit zu beeinträchtigen.

Randbedingungen des Standorts und Betriebs

Die Auswahl der Regelungsstrategie muss die betrieblichen und baulichen Randbedingungen berücksichtigen. Dazu gehören das Lastprofil (Grund-, Spitzen- und Stoßlasten), der geforderte Netzdruck und die zulässigen Druckschwankungen, die vorhandene Speicher- und Pufferkapazität, die Netzstruktur (Leitungslängen, Druckverluste) sowie Redundanzanforderungen. Für Prozesse mit hohen Qualitätsanforderungen an die Luft (z. B. Reinräume) dürfen Druckabfälle nicht zu Abweichungen führen; bei schwankendem Bedarf sollten ausreichend große Druckluftbehälter installiert sein, um Lastspitzen abzufangen und ein konstantes Druckband zu ermöglichen. Die Einbindung der Steuerung in die Gebäudeleittechnik (GLT) und das Energiemonitoring ist erforderlich, um Laständerungen zu erkennen, Sollwerte anzupassen und Störungen frühzeitig zu melden.

Relevante Bedarfsparameter

Für die Auswahl und Parametrierung einer geeigneten Regelung müssen die folgenden Bedarfsparameter bekannt sein: der zeitliche Verlauf des Volumenstroms, die Höhe und Dauer der Spitzenlasten, die Gleichzeitigkeiten der Verbraucher, der notwendige Mindestdruck am ungünstigsten Entnahmepunkt sowie betriebliche Schwankungen (etwa Schichtbetrieb). Messdaten aus Energie- und Druckmessungen liefern eine objektive Grundlage; in vielen Betrieben gehen über 30 % der erzeugten Druckluft aufgrund von Leckagen, überhöhtem Druck und ineffizienter Steuerung verloren. Ein ISO-11011-Audit oder AIRScan-Messung erfasst Volumenstrom, Druck, Energieverbrauch und Leckagen und ermöglicht die Priorisierung von Maßnahmen zur Optimierung.

Die nachfolgende Tabelle strukturiert die typischen Eingangsdaten, die im FM für die Regelungsstrategie erfasst werden, und erläutert ihren Nutzen:

Datenbereich

Typische Inhalte (grundsätzlich)

Nutzen für die Regelungsstrategie

Lastprofil

Grundlast, Spitzenlasten, Stoßlasten, zeitliche Verteilung des Verbrauchs

Bestimmung der Führungs- und Zuschaltlogik, Dimensionierung des Druckbandes und der Speicher

Druckanforderung

Mindestdruck am Verbraucher, zulässige Schwankungsbreiten

Festlegung des Sollwerts und der Regelbandbreite sowie Priorisierung drucksensitiver Prozesse

Netzcharakteristik

Leitungslängen, Druckverluste, Engstellen, kritische Leitungsabschnitte

Vermeidung unnötig hoher Sollwerte; Dimensionierung des Leitungsnetzes für maximal 1 bar Druckabfall

Speicher/Puffer

Vorhandenes Speichervolumen, nutzbare Druckbandbreite

Reduktion von Schaltspielen und Glättung von Lastspitzen durch ausreichende Behälter

Anlagenkonfiguration

Anzahl und Leistung der Aggregate, Teillastfähigkeit, Drehzahlregelung

Festlegung der Lastaufteilung, Rotationslogik und Effizienz im Teil- und Volllastbetrieb

Betriebsführung

Betriebszeiten, Schichtmodell, Nacht- und Wochenendbetrieb

Definition von Absenkmodi, geplanten Abschaltungen und Automatisierung innerhalb der Steuerung

Plausibilisierung des Regelungsbedarfs

Die erhobenen Bedarfsdaten werden im FM einer Plausibilitätsprüfung unterzogen. Dabei wird überprüft, ob Spitzenlasten durch die Anzahl und Leistung der Verbraucher gerechtfertigt sind und ob die angenommenen Betriebsstunden den realen Laufzeiten entsprechen. Fehleinschätzungen können zu ineffizientem Überdruckbetrieb oder instabiler Versorgung führen. Beispielsweise führt eine überdimensionierte Kompressorstation ohne passende Steuerung in Handwerksbetrieben zu hohen Leerlaufzeiten mit rund 30 % Energieverbrauch ohne Liefermenge. Daher sollten Verbrauchsmessungen, Leckageprüfungen und Daten aus Produktionssteuerungen regelmässig überprüft und dokumentiert werden.

Grundprinzipien effizienter Regelung

Eine effiziente Regelung orientiert sich am tatsächlichen Bedarf und vermeidet Energieverschwendung durch überhöhten Druck oder lange Leerlaufzeiten.

Die wichtigsten Prinzipien lassen sich in der folgenden Tabelle zusammenfassen:

Grundprinzip

Beschreibung

Bedarfsgerechte Druckvorgabe

Der Netzdruck wird auf den niedrigstmöglichen, aber sicheren Wert eingestellt. Eine Absenkung des Drucks um 1 bar spart etwa 7 % Energie. Lokale Booster versorgen Hochdruckverbraucher, damit das Gesamtnetz nicht unnötig hoch betrieben werden muss.

Minimierung der Leerlaufanteile

Kompressoren im Leerlauf verbrauchen rund 30 % der Volllastenergie. Drehzahlgeregelte Aggregate passen ihre Leistung an und reduzieren Leerlaufzeiten.

Reduzierte Start-/Stopp-Zyklen

Häufiges Schalten führt zu Verschleiß und erhöhten Wartungskosten; ausreichend große Speicher glätten Lastspitzen und verringern die Schalthäufigkeit.

Koordinierte Lastverteilung

Eine übergeordnete Steuerung verteilt die Last auf mehrere Kompressoren, verwendet eine Führungsmaschine und schaltet weitere Aggregate nur bei Bedarf zu. Dies verhindert ineffiziente Parallelphasen und stellt die Versorgung sicher.

Regelungskonzepte lassen sich danach unterscheiden, wie sie auf Laständerungen reagieren und wie sie Teillast abbilden:

Ansatz

Merkmale

Geeignet für

Last/Leerlauf-Steuerung

Kompressor läuft im Volllastmodus bis zum Ausschaltdruck und geht anschließend in den Leerlauf; vermeidet häufige Motorstarts, verursacht aber im Leerlauf ~30 % Energieverbrauch.

Einfach strukturierte Anlagen mit geringer Lastschwankung; bei überdimensionierten Anlagen ineffizient.

Drehzahlgeregelte Steuerung (VSD)

Der Kompressor passt die Drehzahl an den tatsächlichen Bedarf an, hält den Druck in einem engen Band (±0,1 bar) und vermeidet Leerlauf; optimale Effizienz bei 40–70 % Auslastung.

Anlagen mit stark schwankendem Verbrauch; ermöglicht Energieeinsparungen von 25–30 % gegenüber Last/Leerlauf.

Übergeordnete Mehrkompressor-Steuerung

Mehrere Aggregate werden über eine gemeinsame Steuerung betrieben; eine Führungsmaschine deckt die Grundlast, weitere Maschinen werden bei Bedarf zugeschaltet; Rotationslogik verteilt die Betriebsstunden.

Größere Stationen mit mehreren Kompressoren; ermöglicht Lastmanagement, Redundanz und Wartungsoptimierung.

Die nachfolgende Tabelle ordnet typische Bedarfsmerkmale den entsprechenden Regelungsfragen zu und formuliert die FM-orientierte Zielsetzung:

Bedarfsmerkmal

Typische Regelungsfrage

FM-orientierte Zielsetzung

Volatile Lasten

Wie schnell und stabil reagiert die Regelung auf Laständerungen?

Gewährleistung der Druckstabilität bei minimalem Energieeinsatz.

Hohe Grundlast

Welche Betriebsart dominiert über die Jahresstunden?

Effiziente Abdeckung der typischen Last durch Führungsmaschine und VSD-Aggregate.

Häufige Spitzen

Wird der vorhandene Speicher sinnvoll genutzt, bevor weitere Kompressoren starten?

Reduzierung von Schaltspielen und Energiebedarf durch Pufferung.

Drucksensible Prozesse

Wie eng muss das Druckband gewählt werden?

Stabilität für sensible Verbraucher ohne überhöhten Sollwert.

Mehrere Aggregate

Wie erfolgt Führungs-, Zuschalt- und Rotationslogik?

Vermeidung ineffizienter Parallelzustände und Sicherstellung der Redundanz.

Sollwert- und Druckbandstrategie

Der Netzdruck wird so niedrig wie möglich, aber so hoch wie nötig gewählt. Als Faustregel gilt, dass ein zusätzlicher bar Druck 6–10 % mehr Stromverbrauch verursacht. Daher sollten die Mindestdruckanforderungen der Verbraucher erhoben werden und Sicherheitszuschläge zurückhaltend eingesetzt werden. Das Regelband (Differenz zwischen Ein- und Ausschaltdruck) wird so eingestellt, dass die Kompressoren nicht unnötig häufig schalten; übergeordnete Steuerungen können ein sehr enges Band von wenigen Zehntel bar realisieren. Für Verbraucher mit höherem Druckbedarf empfiehlt sich der Einsatz von lokalen Boostern oder einem separaten Hochdrucknetz, um das Gesamtsystem nicht auf den höchsten Druck betreiben zu müssen.

Lastaufteilung bei mehreren Erzeugern

Bei Anlagen mit mehreren Kompressoren wird konzeptionell eine Führungsmaschine definiert, die die Grundlast abdeckt. Weitere Aggregate werden bei festgelegten Zuschaltpunkten zugeschaltet und bei Unterschreitung definierter Abschaltpunkte wieder deaktiviert. Eine Rotationslogik sorgt dafür, dass alle Maschinen gleichmäßig genutzt werden und Wartungsintervalle planbar bleiben. Überdimensionierte Kompressoren, die nicht in die Steuerung integriert sind, führen zu häufigen Last-/Leerlauf-Wechseln und hohem Verschleiß; daher sollten alle Aggregate in die zentrale Steuerung eingebunden und bedarfsabhängig betrieben werden.

Einbindung von Speicher zur Effizienzsteigerung

Druckluftbehälter dienen als Puffer, um kurzfristige Lastspitzen zu absorbieren und den Druck innerhalb des Regelbandes zu stabilisieren. Ausreichend dimensionierte Speicher reduzieren Schaltvorgänge, verlängern die Lebensdauer der Kompressoren und ermöglichen eine feinere Druckregelung. Im FM-Kontext genügt eine konzeptionelle Dimensionierung auf Basis des Lastprofils; häufig wird ein Volumen von 10 Litern je 1 m³/min Liefermenge als Orientierungswert genannt. Entscheidend ist, dass die Behälter zugänglich, sicher zu entleeren und entsprechend den Druckgeräteregeln geprüft sind.

Grundanforderungen an Mess- und Regelgrößen

Eine wirksame Regelung erfordert den Einsatz geeigneter Mess- und Regelgrößen. Dazu zählen mindestens: Netzdruck (Soll- und Ist-Wert), Betriebszustand der Kompressoren (Laufzeit, Last oder Leerlauf), Störmeldungen, Temperaturen und Energieverbrauch (z. B. spezifischer Energiebedarf in kWh/m³). Moderne Steuerungen übertragen diese Daten an ein Monitoring-System, das Trends visualisiert und Abweichungen frühzeitig erkennt. Auf dieser Basis können Parameter angepasst und Wartungsentscheidungen getroffen werden.

Rollen und Verantwortlichkeiten

Die Betreiberverantwortung für technische Anlagen ist rechtlich definiert und kann auf verschiedene Akteure delegiert werden.

Die folgende Tabelle fasst die typischen Rollen im FM-Kontext und ihre Grundaufgaben zusammen:

Rolle

Grundaufgabe im FM-Kontext

Grundlage

Betreiber/Objektverantwortung

Festlegung von Verfügbarkeitszielen, Risikoakzeptanz und Budget; Sicherstellung der Einhaltung rechtlicher Vorgaben (z. B. BetrSichV, ÜAnlG) und Genehmigungen.

Der Betreiber trägt die rechtliche Gesamtverantwortung; er kann Aufgaben delegieren, bleibt aber haftbar.

Facility Management

Koordination der Bedarfserhebung, Auswahl und Parametrierung der Regelung, Organisation von Monitoring und Dokumentation sowie Steuerung externer Dienstleister.

FM fungiert als Schnittstelle zwischen Betreiber, Nutzern und technischen Dienstleistern und sorgt für eine sachgerechte Umsetzung und Dokumentation.

Instandhaltung/Service

Umsetzung der Steuerungsparameter, Funktionsprüfungen, Diagnose und Behebung von Störungen, Durchführung von Wartungsarbeiten und Anpassung der Steuerung.

Externe oder interne Serviceteams führen die operativen Tätigkeiten aus; sie müssen qualifiziert sein und nach den Vorgaben der Betreiberverantwortung arbeiten.

Nutzerbereiche (Produktion, Medizin, Technik)

Festlegung der Anforderungen an Druck, Volumenstrom, Qualität und Betriebszeiten; Rückmeldung über Druckschwankungen oder Lieferengpässe.

Nutzer liefern die Anforderungen, nach denen die Regelung ausgelegt wird; sie melden Abweichungen und unterstützen bei der Optimierung.

Die rechtlichen Rahmenwerke umfassen neben der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) auch die GEFMA-Richtlinie 190 zur Betreiberverantwortung und die VDI-Richtlinie 3810 zum Betreiben und Instandhalten von Gebäuden.

Betriebsroutine und Monitoring (grundsätzlich)

Im laufenden Betrieb werden Routineprozesse etabliert, um die Regelungsparameter zu überwachen und gegebenenfalls anzupassen. Dazu zählen regelmäßige Auswertungen der Drucktrends, der Laufzeiten und der Schalthäufigkeiten sowie ein Vergleich der Energiekennzahlen mit den Sollwerten. Bei anhaltend erhöhter Leerlaufzeit oder steigenden Druckverlusten sollte die Steuerung überprüft und gegebenenfalls nachjustiert werden. Moderne Monitoring-Plattformen sammeln die Messdaten, stellen sie in Dashboards dar und geben bei Abweichungen automatisch Alarm. Um Leckageverluste zu reduzieren, sollten Netzabschnitte außerhalb der Betriebszeiten abgesperrt werden; regelmäßige Ultraschall-Leckageprüfungen senken die Energiekosten um bis zu 50 %.

Instandhaltungsbezug der Regelungsstrategie

Die Regelungsstrategie beeinflusst unmittelbar den Verschleiß und den Wartungsbedarf der Anlage. Häufige Last-/Leerlauf-Wechsel belasten Motor und Verdichter; bei überdimensionierten Kompressoren wurden Leerlaufanteile von 30–50 % beobachtet. Eine optimierte Regelung mit ausreichend Speichervolumen reduziert diese Zyklen und ermöglicht planbare Wartungsfenster. Drehzahlgeregelte Kompressoren verlängern die Lebensdauer durch sanfte Anlaufvorgänge und geringere Belastung. Im Störfall sollte die Steuerung definierte Notbetriebsmodi vorsehen, um die Versorgung zu sichern und Schäden zu vermeiden. Bei Wartungsarbeiten an einzelnen Kompressoren muss das System über Bypass- oder Reservekapazitäten verfügen, damit der Betrieb ohne Unterbrechung fortgesetzt werden kann.

Sie umfasst mindestens:

Dokumentationsinhalt

Beschreibung

Regelungsbeschreibung

Festlegung der Soll- und Ist-Druckwerte, des Druckbands, der Führungs- und Zuschaltlogik, der Speicherparameter sowie der Betriebsmodi (Normalbetrieb, Absenkbetrieb, Notbetrieb).

Verantwortlichkeiten und Freigabeprozess

Darstellung, welche Rollen Änderungen an den Steuerungsparametern vornehmen dürfen und wie Freigaben dokumentiert werden.

Monitoring- und Kennzahlenpunkte

Definition der Messstellen (Druck, Volumenstrom, Energieverbrauch, Laufzeit), der Auswerteintervalle und der Schwellenwerte für Alarmierung.

Reaktion auf Störungen/Alarme

Kurze Handlungsanweisungen, wie bei Über- oder Unterdruck, Ausfall eines Aggregats oder abweichender Laufzeit zu reagieren ist und welche Eskalationswege bestehen.

Diese Unterlagen bilden die Grundlage für einen transparenten, sicheren Betrieb der Druckluftanlage und ermöglichen eine kontinuierliche Optimierung.