Veränderungen von Geräusch- oder Schwingungsverhalten
Veränderungen von Geräusch- oder Schwingungsverhalten im Druckluftsystem
Bei pneumatischen Anlagen wird der Normalzustand durch einen über längere Zeit stabilen Geräusch- und Schwingungspegel gekennzeichnet. Änderungen im Klangbild oder im Vibrationsverhalten sind wichtige Frühindikatoren. Die Technische Regel für Betriebssicherheit TRBS 2141 verlangt eine regelmäßige Begehung von Bereichen mit Druckanlagen und die Kontrolle auf Schlieren, Eisbildung, Geruch oder Geräusche infolge Undichtheit. Auch der DGUV-Leitfaden zum Umgang mit pneumatischen Anlagen fordert, dass Meldungen aus der Anlage beachtet und auf Leckagen sowie Störungen des normalen Betriebsablaufs sofort reagiert wird.
Während ein stabiler Betrieb typischerweise monotone Strömungs- oder Maschinengeräusche und geringe, durch Halterungen entkoppelte Vibrationen aufweist, deuten neue Geräusche – etwa Klappern, Brummen oder Pfeifen – oder veränderte Vibrationen auf beginnenden Verschleiß, auf Unwucht, Lockerungen, Leckagen oder Betriebsänderungen hin. Druckluftpistolen können bis zu 105 dB(A) erzeugen, und bereits ab 85 dB(A) droht schleichender Gehörverlust. Gemäß der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung muss ab einem Tages-Lärmexpositionspegel von 85 dB(A) der Bereich gekennzeichnet, der Zugang beschränkt und ein Lärmminderungsprogramm aufgestellt werden. Durch geräuschgeminderte Mehrkanal-Düsen lassen sich Lärmpegel beim Reinigen und Transportieren um 8 bis 15 dB(A) sowie beim Kühlen und Trocknen um 18 bis 27 dB(A) senken.
Für das Facility Management (FM) ist die strukturierte Erkennung solcher Abweichungen essenziell, um Störungen vorzubeugen, Sicherheitsrisiken zu reduzieren und Folgeschäden an Kompressoren, Rohrnetzen, Halterungen und Armaturen zu vermeiden.
