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Leistungsverzeichnis: Betrieb und Instandhaltung

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Leistungsverzeichnis: Betrieb und Instandhaltung

Druckluftanlagen: Leistungsverzeichnis Betrieb und Instandhaltung

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100.01 – Montage einer Druckluftanlage

  • Beschreibung: Fachgerechte Montage einer neuen zentralen Druckluftanlage (z. B. Schraubenkompressor(e), Druckluftbehälter, Trockner, Filter, Kondensataufbereitung) am Einsatzort, einschließlich Aufstellen und Ausrichten der Aggregate, Verrohrung zwischen Verdichtern, Behälter, Aufbereitung und Sicherheitsarmaturen, Montage der Sicherheitsventile und Mess-/Überwachungstechnik, Anschluss an die elektrische Einspeisung und die Steuerungs-/Überwachungstechnik sowie Integration in das vorhandene Druckluftverteilnetz bis zur definierten Schnittstelle. Nach Abschluss der Montage erfolgt ein Probelauf mit Funktions- und Dichtheitsprüfung der Anlage und der Sicherheitseinrichtungen.

  • Einheit: Stück

  • Menge: 1

  • Hinweise: Ausführung durch qualifiziertes Fachpersonal gemäß Montageanleitungen der Hersteller, BetrSichV, einschlägigen TRBS sowie DGUV-Regelwerk (insbesondere DGUV Regel 100-500, Kap. 2.35 „Betreiben von Verdichtern“). Erfordert bauseits einen geeigneten Aufstellraum (Belüftung, Tragfähigkeit des Bodens, Schallschutz) sowie vorbereitete Anschlusspunkte für Stromversorgung und Verrohrung. Die Erstinbetriebnahme und Abnahmeprüfung als überwachungsbedürftige Anlage nach BetrSichV erfolgt nach der Montage (siehe Leistungsgruppe 200.000). Bei beengten Platzverhältnissen können zusätzliche Hebe- und Montagegeräte erforderlich sein (separat zu vereinbaren). Optional können Zusatzleistungen wie Integration einer Wärmerückgewinnung oder Einrichtung eines Energie-Monitorings angeboten werden.

100.002 – Demontage einer Druckluftanlage

  • Rückbau (Demontage) einer bestehenden zentralen Druckluftanlage in der Betriebsumgebung. Umfasst das kontrollierte drucklose Schalten und Absperren der Anlage, Entleeren von Druckbehältern und Rohrleitungen, fachgerechtes Auffangen und Abführen von ölhaltigem Kondensat, den Ausbau der Verdichteraggregate, Druckbehälter, Trockner, Filter, Kondensataufbereitung, der Stromzuführung und Steuerungsleitungen sowie aller Befestigungen und Verrohrungen im definierten Leistungsbereich. Die Demontage erfolgt unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen und, falls erforderlich, in Teilsegmenten zur sicheren Handhabung. Auf Wunsch können die demontierten Komponenten transportsicher verpackt oder zur Entsorgung bereitgestellt werden.

  • Einheit: Stück

  • Menge: 1

  • Hinweise: Vor Demontage ist die Druckluftanlage drucklos zu machen, elektrisch freizuschalten und gegen Wiedereinschalten zu sichern (Lockout/Tagout). Umwelt- und arbeitsschutzrechtliche Vorgaben zum Umgang mit Öl und Kondensat sind einzuhalten. Die Demontage erfolgt ohne unzulässige Beschädigung der Bausubstanz oder verbleibender Medienleitungen. Entsorgung oder Verwertung der ausgebauten Komponenten (Altgeräte, Rohrleitungen, Öl/Kondensat) ist nicht Bestandteil dieser Position und kann optional separat vereinbart werden. Die Demontage von Anlagen verschiedener Hersteller ist möglich (herstellerunabhängig).

100.003 – Umbau/Versetzung einer Druckluftanlage

  • Änderung oder Versetzung einer vorhandenen zentralen Druckluftanlage. Umfasst z. B. die Leistungsanpassung durch Austausch oder Ergänzung von Verdichtern, Installation eines frequenzgeregelten Kompressors, Anpassung oder Erweiterung von Druckbehältern, Trocknern, Filtern und Kondensataufbereitung, Änderung des Betriebsdrucks, Modernisierung der Steuerungs- und Überwachungstechnik (z. B. zentrale Kompressorsteuerung, Fernüberwachung) oder Versetzen der gesamten Druckluftstation in einen anderen Technikraum einschließlich Anpassung der Verrohrung, Sicherheitsarmaturen und elektrischen Einspeisung. Bestehende Komponenten werden soweit technisch und wirtschaftlich sinnvoll weiterverwendet, angepasst oder durch neue ersetzt. Nach dem Umbau erfolgt eine Funktions- und Dichtheitsprüfung sowie ein Probebetrieb der Anlage.

  • Einheit: Stück

  • Menge: 1

  • Hinweise: Umbauarbeiten werden individuell nach Kundenanforderung geplant; vor Ausführung erfolgt eine Beratung zur Machbarkeit, zu erforderlichen druckgeräterelevanten Nachweisen und zur Einbindung in das vorhandene Verteilnetz. Gegebenenfalls sind Berechnungen zur Festigkeit/Belastbarkeit von Druckbehältern und Rohrleitungen sowie Herstellerfreigaben erforderlich, insbesondere bei Erhöhung des Betriebsdrucks, Änderung des Druckgerätezuschnitts oder Einbau zusätzlicher Aggregate. Nach wesentlichen Änderungen im Sinne der BetrSichV (z. B. Änderung des Sicherheitskonzepts, Druck-/Temperaturgrenzen, Auswechslung sicherheitsrelevanter Bauteile) darf die Druckluftanlage erst nach erneuter Prüfung und Abnahme durch eine zugelassene Überwachungsstelle oder befähigte Person wieder in Betrieb genommen werden – diese ist separat zu beauftragen (siehe Pos. 200.002). Optional können im Zuge des Umbaus zusätzliche Effizienzmaßnahmen (z. B. Wärmerückgewinnung, Leckage-Monitoring) integriert werden.

200.001– Gefährdungsbeurteilung Druckluftanlage (Erst-GBU)

  • Beschreibung: Systematische Ermittlung und Bewertung aller Gefährdungen beim Betrieb der konkreten Druckluftanlage (Kompressoren, Druckbehälter, Rohrleitungen, Aufbereitung, Kondensatentsorgung) einschließlich Aufstellraum, Druckluftverteilnetz und angeschlossener Verbraucher. Berücksichtigung druckbedingter Gefährdungen wie Bersten von Behältern oder Rohrleitungen und unkontrolliertes Ausblasen, Gefährdungen durch Lärm, heiße Oberflächen, Stolper- und Anstoßstellen durch Leitungsführung, Gefährdungen durch Öl, Kondensat und Verunreinigungen der Druckluft sowie Gefährdungen bei Inbetriebnahme-, Wartungs- und Schalthandlungen. Ableitung technischer, organisatorischer und personenbezogener Schutzmaßnahmen, Festlegung von Prüfarten und Prüffristen für überwachungsbedürftige Druckanlagen und Arbeitsmittel sowie Zuordnung der Verantwortlichkeiten.

  • Einheit: Stück (je Druckluftanlage/-station)

  • Menge (Ansatz): 1

  • Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV § 3 (Gefährdungsbeurteilung vor Verwendung, laufend fortzuschreiben) und TRBS 1111 (Konkretisierung/Dokumentationspflicht); für Druckanlagen zusätzlich BetrSichV Abschnitt 3 und Anhang 2 (Prüfkonzept Druckanlagen).

  • Nachweis/Dokumentation: GBU-Dokument inkl. Anlagenübersicht, Maßnahmenplan, Prüfkonzept/Prüffristenmatrix und Zuordnung der Verantwortlichkeiten.

  • Qualifikation: Fachkundig im Sinne BetrSichV/TRBS (SiFa/Arbeitsschutz-Fachkunde) mit spezifischer Druckluft- und Druckanlagen-Expertise.

  • Mitwirkung AG: Bereitstellung von Unterlagen wie Herstellerdokumentation, Altberichte, Prüfzeugnisse, Schalt- und Fließschemata, Betriebsdaten zu Druck-/Betriebsprofilen, Nutzungsklassen und Medien sowie Informationen zu Arbeitsabläufen und Instandhaltung.

  • Abgrenzung: Messungen wie Schallpegel, Druckluftqualität oder Leckageortung sowie statische oder Festigkeitsnachweise sind separat.

200.002– Abnahmeprüfung Druckluftanlage vor erster Inbetriebnahme

  • Beschreibung: Gesetzlich vorgeschriebene Prüfung der Druckluftanlage vor der ersten Inbetriebnahme als überwachungsbedürftige Druckanlage gemäß BetrSichV (insbesondere §§ 14–16 i. V. m. Anhang 2 Druckanlagen). Eine zugelassene Überwachungsstelle (z. B. TÜV, DEKRA) oder – je nach Einstufung – eine zur Prüfung befähigte Person führt eine vollständige Abnahmeprüfung der errichteten Anlage durch. Die Prüfung umfasst die Kontrolle der technischen Unterlagen wie Konformitäts- und Druckgerätenachweise, Schalt- und Fließschemata, Gefährdungsbeurteilung und Prüfkonzept. Sie beinhaltet die Inspektion der Aufstellung, Verrohrung, Befestigungen und Sicherheitsarmaturen, die Überprüfung von Sicherheitsventilen, Druck- und Temperaturüberwachungen sowie Abschalt- und Entlastungseinrichtungen. Eine Dichtheits- und gegebenenfalls Festigkeitsprüfung sowie die Funktionsprüfung der Steuerungs- und Überwachungstechnik sind ebenfalls Bestandteil. Bei erfolgreicher Prüfung wird die Druckluftanlage für den Betrieb freigegeben, eine Prüfplakette angebracht und der Eintrag im Druckanlagen-/Prüfbuch vorgenommen.

  • Einheit: Stück

  • Menge: 1

  • Hinweise: Der Auftragnehmer organisiert die Abnahme durch eine geeignete zugelassene Überwachungsstelle bzw. befähigte Person, bereitet alle erforderlichen Unterlagen vor und begleitet die Prüfung. Die Abnahmeprüfung ist Voraussetzung für den ersten Betrieb der Druckluftanlage und nach wesentlichen, prüfpflichtigen Änderungen zu wiederholen. Sie erfolgt idealerweise direkt im Anschluss an die interne Inbetriebnahme, sodass festgestellte Mängel sofort behoben werden können. Grundlage der Prüfung sind die aktuell geltenden Regeln der Technik, die Betriebssicherheitsverordnung, die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) sowie einschlägige DIN-EN-Normen für Druckgeräte und Druckbehälter. Im Leistungsumfang enthalten sind die Erstellung bzw. Übergabe des Prüfprotokolls, die Bereitstellung aller Bescheinigungen und Zertifikate für den Betreiber sowie die Unterstützung bei behördlichen Meldungen. Hinweise und Auflagen des Sachverständigen sind durch den Auftragnehmer umzusetzen; Nacharbeiten oder erneute Prüfungen werden separat vereinbart und vergütet.

200.003 – Inbetriebnahme der Druckluftanlage (Erstinbetriebnahme)

  • Beschreibung: Fachkundige Erstinbetriebnahme einer neu errichteten Druckluftanlage. Umfasst das vollständige Überprüfen aller Funktionen und Einstellungen nach der Montage: Kontrolle der Drehrichtung und Schutzfunktionen der Verdichter, Einregulieren von Betriebsdruck, Schaltpunkten und Druckband, Parametrierung der Kompressorsteuerung (Last-/Leerlaufbetrieb, Drehzahlregelung, Kaskadensteuerung), Funktionsprüfung von Trocknern, Filtern, Kondensatableitern und Kondensataufbereitung, Dichtheitsprüfung des angeschlossenen Rohrnetzes im Leistungsumfang sowie Probelauf unter typischer Last mit Überwachung von Temperaturen, Stromaufnahme und Geräuschentwicklung. Zusätzlich werden Störmeldungen, Abschaltfunktionen und die Integration in vorhandene Leit- bzw. Monitoring-Systeme geprüft.

  • Einheit: Stück

  • Menge: 1

  • Hinweise: Die Inbetriebnahme erfolgt nach erfolgreicher Montage und vor der gesetzlichen Abnahmeprüfung. Sie stellt sicher, dass die Druckluftanlage technisch einwandfrei, betriebssicher und auf den vorgesehenen Einsatzzweck abgestimmt ist. Erforderliche Feinjustierungen und Parametrierungen werden vorgenommen und festgestellte Mängel behoben. Betriebspersonal kann bei der Inbetriebnahme anwesend sein, um eine erste Einweisung in Bedienung, Regelkonzept und Störmeldungen zu erhalten; eine vertiefte Schulung erfolgt separat. Voraussetzung ist, dass alle bauseitigen Anschlüsse wie Stromversorgung, Abluft/Lüftung, Kondensatabführung und Netzverrohrung bis zur definierten Schnittstelle fertiggestellt sind. Die gesetzlich erforderliche Abnahmeprüfung durch ZÜS oder eine befähigte Person ist nicht Bestandteil dieser Position. Im Leistungsumfang enthalten ist die Erstellung eines Inbetriebnahmeprotokolls mit den eingestellten Parametern und relevanten Messwerten.

200.004– Abnahmeprüfung Druckluftanlage vor erster Inbetriebnahme

  • Beschreibung: Sachverständigen-/Sachkundigenprüfung der Druckluftanlage vor Erstbetrieb als überwachungsbedürftige Druckanlage inkl. Funktions- und Sicherheitsprüfung, Dichtheits- und ggf. Festigkeitsprüfung; Erstellung des Prüfprotokolls, Anbringen der Prüfplakette; Eintrag in das Druckanlagen-/Prüfbuch.

  • Einheit: Stück (je Druckluftanlage/-station)

  • Menge: 1

  • Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV §§ 3, 14–16 i. V. m. Anhang 2 (Druckanlagen); Prüfumfang und -fristen konkretisiert in TRBS 1201-2 und TRBS 1203.

  • Qualifikation: Zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) bzw. zur Prüfung befähigte Person mit nachgewiesener Erfahrung in Druckluft- und Druckanlagen, entsprechend den jeweils geltenden Anforderungen.

  • Mitwirkung AG: Montage/Installation abgeschlossen, elektrische und medienführende Anschlüsse hergestellt; erforderliche Unterlagen (Konformitätserklärungen, Herstellerdokumentation, GBU, Prüfkonzept) bereitgestellt; Anlage für Prüfzwecke mit zulässigem Prüfdruck sicher betreibbar.

300.001 – Jährliche Sicherheitsprüfung (wiederkehrende Prüfung) einer Druckluftanlage

  • Beschreibung: Wiederkehrende sicherheitstechnische Prüfung der Druckluftanlage (Kompressoren, Druckbehälter, Rohrleitungen, Trockner, Filter, Kondensatableiter, Sicherheitseinrichtungen und Überwachungstechnik) auf erkennbaren Verschleiß, Beschädigungen, Leckagen und unzulässige Änderungen. Funktionsprüfung von Sicherheitsventilen, Druck-/Temperaturbegrenzern, Not-Aus- und Abschaltfunktionen sowie Kondensatableitern; stichprobenweiser Probelauf unter Betriebsdruck. Kontrolle der Anlagendokumentation (Druckanlagen-/Prüfbuch, Betriebsanleitungen, Prüfberichte). Ergebnisdokumentation im Prüfprotokoll und Kennzeichnung der geprüften Anlage (z. B. Plakette, Eintrag im Prüfbuch).

  • Einheit: Stück

  • Menge: 1

  • Hinweise: Gesetzlich geforderte wiederkehrende Prüfung nach BetrSichV/TRBS; Prüffristen werden im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung und des Prüfkonzepts festgelegt (i. d. R. jährlicher Rhythmus). Durchführung durch eine zur Prüfung befähigte Person für Druckanlagen. Keine Wartungs- oder Instandsetzungsleistungen; festgestellte Mängel sind separat zu beheben (z. B. Pos. 500.002). Außerordentliche Prüfungen nach Schäden/Ereignissen siehe Pos. 300.002.

300.002 – Prüfbuchführung je Druckluftanlage (Führen, Pflegen, Nachweise)

  • Beschreibung: Einrichtung und laufende Führung des Druckanlagen-/Prüfbuchs (digital oder physisch) je Druckluftanlage. Eintrag aller gesetzlich geforderten Prüfungen (z. B. ZÜS-Prüfungen, wiederkehrende Prüfungen, elektrische Prüfungen), Dokumentation von Mängeln und deren Beseitigung sowie Ablage der Prüfbescheinigungen. Sicherstellung der jederzeitigen Vorlagefähigkeit gegenüber Behörden, ZÜS und internen Audits.

  • Einheit: Jahrespauschale (je Druckluftanlage/-station)

  • Menge: 1

  • Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV (Prüfaufzeichnungen/-bescheinigungen, Aufbewahrungspflichten) sowie TRBS 1201/1203 (Inhalte und Verantwortlichkeiten von Prüfungen).

300.003 – Prüf- & Fristenmanagement

  • Beschreibung: Zentrales Management aller prüfrelevanten Fristen für die Druckluftanlage am Standort (z. B. ZÜS-Prüfungen, wiederkehrende Sicherheitsprüfungen, DGUV-V3-Prüfungen, Behälter-/Schlauchprüfungen, ggf. Druckluftqualitätsmessungen). Pflege des Fristenkalenders, Terminüberwachung und Recall, Nachhalten eingehender Prüfberichte und Mängelbeseitigungen sowie Erstellung einfacher KPI-Übersichten zur Prüffrist-Compliance.

  • Einheit: Jahrespauschale (Standort)

  • Menge: 1

  • Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV (Festlegung und Überwachung von Art, Umfang und Fristen der Prüfungen) sowie TRBS 1201 (Prüffristen, Höchstfristen) und TRBS 1203 (befähigte Personen).

300.004 – Jährliche Sicherheitsprüfung (wiederkehrende Prüfung) Druckluftanlage

  • Beschreibung: Sicht- und Funktionsprüfung aller sicherheitsrelevanten Komponenten der Druckluftanlage inkl. Probelauf und Dokumentationscheck; Erstellung Prüfbericht, Kennzeichnung und Eintrag im Druckanlagen-/Prüfbuch.

  • Einheit: Stück (je Druckluftanlage/-station/Termin)

  • Menge: 1

  • Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV (Prüfung überwachungsbedürftiger Druckanlagen, Prüffristen nach Gefährdungsbeurteilung/TRBS 1201).

  • Qualifikation: Zur Prüfung befähigte Person gem. TRBS 1203 (Schwerpunkt Druckanlagen/Druckluft).

300.005 – Außerordentliche Prüfung nach Ereignissen/Schäden/Stillstand

  • Beschreibung: Anlassbezogene Prüfung der Druckluftanlage nach Unfall, Schaden, längerer Stillsetzung oder wesentlicher Änderung. Überprüfung des sicherheitsrelevanten Zustands von Druckbehältern, Rohrleitungen, Sicherheitsventilen und Steuer-/Schutzeinrichtungen, Bewertung des Restrisikos sowie schriftliche Empfehlung zu Maßnahmen und Freigabe/Nichtfreigabe zur Wiederinbetriebnahme.

  • Einheit: Stück (je Anlass)

  • Menge: 1

  • Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV (Prüfung vor Wiederinbetriebnahme nach außergewöhnlichen Ereignissen/Änderungen) und TRBS 1201 (Prüfungen nach Ereignissen an Druckanlagen).

300.003 – Sachverständigenprüfung überwachungsbedürftiger Druckluftanlagen (Spezial-/Hochrisikoanlagen)

  • Beschreibung: Wiederkehrende Prüfungen besonders überwachungsbedürftiger Druckluftanlagen (z. B. große Hochdruckbehälter, Atemluftfüllanlagen) durch eine zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS). Je nach Einstufung Durchführung von äußerer/innerer Prüfung und ggf. Festigkeitsprüfung sowie Funktionsprüfung der sicherheits- und leittechnischen Einrichtungen; Prüfbericht.

  • Einheit: Stück (je Druckluftanlage/-station/Termin)

  • Menge: 1

  • Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV (Prüfung und Prüffristen überwachungsbedürftiger Druckanlagen durch ZÜS/befähigte Person).

300.004 – Wiederholungsprüfung Elektrik (DGUV V3)

  • Beschreibung: Wiederkehrende Prüfung der elektrischen Ausrüstung der Druckluftanlage (Einspeisung, Schaltgeräte, Motorstarter, Steuer- und Meldekreise, Not-Aus-/Verriegelungen) nach DGUV Vorschrift 3 und einschlägigen DIN-/VDE-Normen. Umfasst Sichtprüfung, Messungen (z. B. Schutzleiter, Isolationswiderstand, Auslösezeiten) und Funktionsprüfung; Prüfprotokoll mit Fristvorschlag.

  • Einheit: Stück (je Druckluftanlage/-station/Termin)

  • Menge: 1

  • Bezug Betreiberpflicht(en): DGUV Vorschrift 3 (elektrische Anlagen/Betriebsmittel) und BetrSichV (Prüfung elektrischer Arbeitsmittel).

300.005 – Jährliche Prüfung Druckluftschläuche & flexible Leitungen

  • Beschreibung: Jährliche Sicht- und Funktionsprüfung des definierten Bestands an Druckluftschläuchen, Spiralschläuchen, Kupplungen und flexiblen Leitungen auf Beschädigungen, Alterung, Undichtigkeiten und sichere Befestigung. Kontrolle der Kennzeichnung (z. B. zulässiger Betriebsdruck), Bewertung Ablegereife, Protokoll; Nachkennzeichnung fehlender Angaben.

  • Einheit: Stück (je definiertem Los/Bestand)

  • Menge: 1

  • Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV (sichere Bereitstellung und Prüfung von Arbeitsmitteln) und TRBS 1201 (Prüfung von Schlauchleitungen/flexiblen Leitungen).

300.006 – Prüfung von Atemluft-/Personenversorgungssystemen über Druckluft (sofern im Einsatz)

  • Beschreibung: Prüfung von Anlagen, bei denen die Druckluftanlage Atem- oder Arbeitsluft direkt an Personen liefert (z. B. zentrale Atemluftleitungen, Luftversorgung für Atemschutzgeräte/Lufthelme). Sicht- und Funktionsprüfung von Leitungen, Druckminderern, Kupplungen, Absperr- und Sicherheitseinrichtungen sowie Plausibilitätscheck des Rettungs- und Notfallkonzepts; Prüfprotokoll mit Bewertung der Eignung und Handlungsempfehlungen.

  • Einheit: Stück

  • Menge: 1

  • Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV (Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen bei Atemluftsystemen) sowie einschlägige DGUV-Regeln/DIN-Normen für Atemschutz und Atemluftqualität.

400.001 – Wartung und Inspektion der Druckluftanlage

  • Beschreibung: Regelmäßige vorbeugende Wartung und Inspektion einer zentralen Druckluftanlage (z. B. Kompressoren, Druckbehälter, Trockner, Filter, Kondensatableiter, Kondensataufbereitung, Verrohrung, Sicherheitseinrichtungen) nach Herstellervorgaben und Gefährdungsbeurteilung. Umfasst Sicht- und Funktionsprüfung der Aggregate, Reinigung von Filtern/Kühlern, Kontrolle und Nachziehen von Schraub- und Rohrverbindungen, Prüfung auf Leckagen, Kontrolle von Ölstand/Ölzustand (bei ölgeschmierten Verdichtern), Überprüfung der Einstellwerte und Funktionsprüfung von Sicherheitsventilen, Druckschaltern, Temperaturfühlern und Abschalt-/Meldesystemen. Schmierung aller vorgesehenen Schmierstellen, einfache Justagearbeiten (z. B. Riemenspannung, Schalterjustage) und Beseitigung kleiner Auffälligkeiten sind enthalten. Abschließend Erstellung eines Wartungsprotokolls mit dokumentierten Arbeiten, Feststellungen und Handlungsempfehlungen.

  • Einheit: Pauschale (pro Wartungseinsatz)

  • Menge: 1

  • Hinweise: Empfohlene Intervalle in der Regel mindestens jährlich, bei hoher Beanspruchung oder nach Herstellervorgaben ggf. häufiger (z. B. halbjährlich/vierteljährlich). Wartungstermine werden mit dem Betreiber abgestimmt, um Betriebsunterbrechungen zu minimieren; Kombination mit wiederkehrenden Prüfungen (z. B. Pos. 300.001, DGUV V3) ist möglich. Durchführung nur durch geschultes Fachpersonal; Verwendung freigegebener Schmierstoffe/Ersatzteile. Umfangreiche Reparaturen und der Austausch größerer Komponenten sind nicht enthalten und separat zu beauftragen (siehe Pos. 500.002). Optional können zusätzliche Leistungen wie einfache Leckageortung in der Station oder Basis-Check der Druckluftqualität mit angeboten werden.

400.002 – Ölwechsel an Verdichter/Getriebe der Druckluftanlage

  • Beschreibung: Wechsel des Betriebsöls in einem ölgeschmierten Kompressor bzw. dessen Getriebe gemäß Wartungsvorschrift (z. B. Schraubenkompressor, Getriebe eines drehzahlgeregelten Antriebs). Ablassen des Altöls, ggf. Filterwechsel, fachgerechte Sammlung und Entsorgung des ölhaltigen Betriebsstoffs und Befüllen mit neuem, vom Hersteller freigegebenem Öl in der vorgeschriebenen Menge und Viskosität. Sichtprüfung des Aggregats (Dichtungen, Kontroll- und Ablassschrauben, Ölstandsanzeige/Magnetstopfen) auf Undichtigkeiten und Auffälligkeiten. Kurzer Probelauf zur Kontrolle von Dichtheit und Funktion.

  • Einheit: Stück

  • Menge: 1

  • Hinweise: Einsatz dieser Position nach Herstellervorgaben oder aufgrund von Ölzustandsanalysen (z. B. Wechsel alle x Betriebsstunden/Jahre). Kann im Zuge einer regulären Wartung (Pos. 400.001) mit ausgeführt werden, sofern Intervalle zusammenfallen. Der Betreiber stellt sicher, dass während des Ölwechsels die Anlage drucklos ist, gegen Wiedereinschalten gesichert wird und keine unzulässigen Betriebstätigkeiten stattfinden. Spezielle Öle (z. B. für Lebensmittel-/Atemluftanwendungen) sind gesondert zu definieren.

400.003 – Gefährdungsbeurteilung Druckluftanlage (Erst-GBU)

  • Beschreibung: Systematische Ermittlung und Bewertung aller Gefährdungen beim Betrieb der konkreten Druckluftanlage (Kompressoren, Druckbehälter, Rohrleitungen, Druckluftaufbereitung, Kondensatentsorgung, Aufstellraum, angrenzende Arbeitsbereiche). Berücksichtigung von druckbedingten Gefährdungen (Bersten, Leckagen, unkontrolliertes Ausblasen), Lärm, heißen Oberflächen, Stolper-/Anstoßstellen durch Leitungsführung, Gefährdungen durch Öl/Kondensat und verunreinigte Druckluft sowie Gefährdungen bei Instandhaltung, Schalthandlungen und Störungen. Ableitung geeigneter technischer, organisatorischer und personenbezogener Schutzmaßnahmen sowie Festlegung von Prüfarten und Prüffristen für Druckbehälter, Rohrleitungen, Sicherheitsventile, elektrische Ausrüstung und weitere Arbeitsmittel.

  • Einheit: Stück (je Druckluftanlage/-station)

  • Menge (Ansatz): 1

  • Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV § 3 (Gefährdungsbeurteilung vor Verwendung und laufende Fortschreibung) und TRBS 1111 (Konkretisierung, Dokumentationspflicht); für Druckanlagen zusätzlich BetrSichV Anhang 2 (Prüfvorschriften Druckanlagen).

  • Nachweis/Dokumentation: GBU-Dokument mit Anlagenübersicht, Gefährdungsbeschreibung, Schutzmaßnahmen, Prüfkonzept/Prüffristenmatrix sowie Maßnahmenplan.

  • Qualifikation: Fachkundig im Sinne BetrSichV/TRBS (z. B. Fachkraft für Arbeitssicherheit oder vergleichbare ArbSch-Fachkunde) mit spezifischer Erfahrung in Druckluft- und Druckanlagen.

  • Mitwirkung AG: Bereitstellung von Herstellerunterlagen, früheren Prüfberichten, Schalt- und Fließschemata, Betriebsdaten (Druck, Volumen, Nutzung) sowie Angaben zu Arbeitsabläufen und Instandhaltung.

  • Abgrenzung: Messungen (z. B. Schallpegel, Druckluftqualität, Leckageortung) und statische/Festigkeitsnachweise werden gesondert vergeben.

400.004 – Fortschreibung Gefährdungsbeurteilung Druckluftanlage (anlass-/jährlich)

  • Beschreibung: Überprüfung und Aktualisierung der bestehenden Gefährdungsbeurteilung für die Druckluftanlage anlassbezogen (z. B. nach Umbauten, Schäden, Unfällen, geänderten Betriebsbedingungen, Modernisierungen) und/oder in festgelegten Intervallen (z. B. jährlich). Abgleich, ob die getroffenen Schutzmaßnahmen weiterhin wirksam und ausreichend sind, Anpassung von Maßnahmen, Prüfarten und Prüffristen sowie Ergänzung der Dokumentation.

  • Einheit: Stück (je Druckluftanlage/-station)

  • Menge: 1

  • Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV § 3 Abs. 3 (Anpassung der Gefährdungsbeurteilung bei Änderungen) und TRBS 1111 (Anlässe, Vorgehen und Dokumentation der Fortschreibung).

400.005– Prüfung nach prüfpflichtiger Änderung/Modernisierung der Druckluftanlage

  • Beschreibung: Prüfung der Druckluftanlage nach einer prüfpflichtigen Änderung oder Modernisierung (z. B. Austausch/Erweiterung von Druckbehältern, wesentliche Änderung der Verrohrung oder der Sicherheitsphilosophie, Erhöhung des Betriebsdrucks). Umfang der Prüfung orientiert sich an der Prüfung vor Erstinbetriebnahme: Sicht- und Funktionsprüfung der geänderten Anlagenteile, ggf. Dichtheits- und Festigkeitsprüfung, Überprüfung der Sicherheitsventile und Abschaltfunktionen sowie Kontrolle der zugehörigen Dokumentation (Zeichnungen, Konformitätsunterlagen, GBU/Prüfkonzept). Ergebnisdokumentation und formale Freigabeempfehlung zur Wiederinbetriebnahme.

  • Einheit: Stück

  • Menge: 1

  • Bezug Betreiberpflicht(en): BetrSichV § 14 ff. i. V. m. Anhang 2 (Prüfungen vor Inbetriebnahme/Wiederinbetriebnahme von Druckanlagen nach prüfpflichtigen Änderungen) sowie TRBS 1201 (Prüfungen an Druckanlagen).

400.006 – Intervall-Inspektion Druckluftanlage zwischen Jahresprüfungen (z. B. halbjährlich)

  • Beschreibung: Zustandsaufnahme ausgewählter kritischer Komponenten der Druckluftanlage zwischen den umfassenden Jahresprüfungen (z. B. Kompressoren, Sicherheitsventile, Kondensatableiter, Trockner/Filter, elektrische Schalt- und Sicherheitseinrichtungen). Ziel ist die frühzeitige Erkennung von Mängeln wie Leckagen, unzulässigen Temperatur-/Druckwerten, Fehlfunktionen der Kondensatableitung oder auffälligen Geräusch-/Schwingungsverhältnissen. Kurzbericht mit Bewertung und Handlungsempfehlungen; Ergebnisse fließen in Prüfbuch/Wartungsplanung ein.

  • Einheit: Stück (je Druckluftanlage/-station/Termin)

  • Menge: 1

  • Bezug Betreiberpflicht(en): Festlegung risikobasierter Prüffristen nach TRBS 1201 und Gefährdungsbeurteilung; Dokumentation der Ergebnisse im Druckanlagen-/Prüfbuch gemäß BetrSichV.

500.001 – Störungsbeseitigung / Notfalleinsatz

  • Beschreibung: Sofortiger Serviceeinsatz zur Beseitigung einer akuten Störung oder eines Ausfalls der Druckluftanlage bzw. Kompressorstation. Ein Servicetechniker kommt schnellstmöglich zum Einsatzort, führt eine strukturierte Fehlerdiagnose an Verdichtern, Druckbehältern, Trocknern, Filtern, Kondensatableitern, Steuerung und Sensorik durch und stellt – soweit möglich – die Betriebsbereitschaft der Anlage wieder her. Typische Tätigkeiten: Auslesen von Fehlermeldungen an der Kompressorsteuerung, Prüfung der Energieversorgung, Kontrolle von Druck-/Temperaturfühlern, Leckagecheck im unmittelbaren Anlagenbereich, Austausch kleiner defekter Komponenten (falls verfügbar) sowie provisorische Maßnahmen (z. B. Zuschalten von Reservekompressoren, Bypass von gestörten Aufbereitungsstufen) zur Aufrechterhaltung eines eingeschränkten Notbetriebs. Ziel ist es, Stillstandszeiten zu minimieren und die Anlage kurzfristig in einen sicheren, funktionsfähigen Zustand oder in einen definierten Sicherstillstand zu überführen.

  • Einheit: Pauschale (pro Einsatz)

  • Menge: 1

  • Hinweise: Die Pauschale umfasst die Bereitstellung eines Servicetechnikers im Notfall inkl. Einsatzbereitschaft außerhalb regulärer Arbeitszeiten (24/7-Notdienst nach Vereinbarung). Anfahrt im definierten Einsatzgebiet und eine Grund-Einsatzdauer (z. B. bis 2 Stunden vor Ort) sind enthalten; weitergehender Aufwand wird über Pos. 500.002 abgerechnet. Für Kunden mit Wartungs- oder Servicevertrag können gesonderte Konditionen gelten (z. B. reduzierte Notdienstzuschläge). Verfügbare Standard-Ersatzteile für gängige Kompressor-/Trocknermodelle werden mitgeführt oder kurzfristig über die Ersatzteillogistik beschafft. Ist eine sofortige Entstörung nicht möglich, wird die Druckluftanlage bzw. betroffene Anlagenteile sicher außer Betrieb genommen, gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten gesichert und eine Folgereparatur geplant.

500.002 – Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten

  • Beschreibung: Sofortiger Serviceeinsatz zur Beseitigung einer akuten Störung oder eines Ausfalls der Druckluftanlage bzw. Kompressorstation. Ein Servicetechniker kommt schnellstmöglich zum Einsatzort, führt eine strukturierte Fehlerdiagnose an Verdichtern, Druckbehältern, Trocknern, Filtern, Kondensatableitern, Steuerung und Sensorik durch und stellt – soweit möglich – die Betriebsbereitschaft der Anlage wieder her. Typische Tätigkeiten: Auslesen von Fehlermeldungen an der Kompressorsteuerung, Prüfung der Energieversorgung, Kontrolle von Druck-/Temperaturfühlern, Leckagecheck im unmittelbaren Anlagenbereich, Austausch kleiner defekter Komponenten (falls verfügbar) sowie provisorische Maßnahmen (z. B. Zuschalten von Reservekompressoren, Bypass von gestörten Aufbereitungsstufen) zur Aufrechterhaltung eines eingeschränkten Notbetriebs. Ziel ist es, Stillstandszeiten zu minimieren und die Anlage kurzfristig in einen sicheren, funktionsfähigen Zustand oder in einen definierten Sicherstillstand zu überführen.

  • Einheit: Pauschale (pro Einsatz)

  • Menge: 1

  • Hinweise: Die Pauschale umfasst die Bereitstellung eines Servicetechnikers im Notfall inkl. Einsatzbereitschaft außerhalb regulärer Arbeitszeiten (24/7-Notdienst nach Vereinbarung). Anfahrt im definierten Einsatzgebiet und eine Grund-Einsatzdauer (z. B. bis 2 Stunden vor Ort) sind enthalten; weitergehender Aufwand wird über Pos. 500.002 abgerechnet. Für Kunden mit Wartungs- oder Servicevertrag können gesonderte Konditionen gelten (z. B. reduzierte Notdienstzuschläge). Verfügbare Standard-Ersatzteile für gängige Kompressor-/Trocknermodelle werden mitgeführt oder kurzfristig über die Ersatzteillogistik beschafft. Ist eine sofortige Entstörung nicht möglich, wird die Druckluftanlage bzw. betroffene Anlagenteile sicher außer Betrieb genommen, gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten gesichert und eine Folgereparatur geplant.

500.001 – Störungsbeseitigung / Notfalleinsatz inkl. Erstdiagnose

  • Beschreibung: Sofortiger Serviceeinsatz zur Beseitigung einer akuten Störung oder eines Ausfalls der Druckluftanlage bzw. Kompressorstation. Ein Servicetechniker kommt schnellstmöglich zum Einsatzort, führt eine strukturierte Fehlerdiagnose an Verdichtern, Druckbehältern, Trocknern, Filtern, Kondensatableitern, Steuerung und Sensorik durch und stellt – soweit möglich – die Betriebsbereitschaft der Anlage wieder her. Typische Tätigkeiten: Auslesen von Fehlermeldungen an der Kompressorsteuerung, Prüfung der Energieversorgung, Kontrolle von Druck-/Temperaturfühlern, Leckagecheck im unmittelbaren Anlagenbereich, Austausch kleiner defekter Komponenten (falls verfügbar) sowie provisorische Maßnahmen (z. B. Zuschalten von Reservekompressoren, Bypass von gestörten Aufbereitungsstufen) zur Aufrechterhaltung eines eingeschränkten Notbetriebs. Ziel ist es, Stillstandszeiten zu minimieren und die Anlage kurzfristig in einen sicheren, funktionsfähigen Zustand oder in einen definierten Sicherstillstand zu überführen.

  • Einheit: Pauschale (pro Einsatz)

  • Menge: 1

  • Hinweise: Die Pauschale umfasst die Bereitstellung eines Servicetechnikers im Notfall inkl. Einsatzbereitschaft außerhalb regulärer Arbeitszeiten (24/7-Notdienst nach Vereinbarung). Anfahrt im definierten Einsatzgebiet und eine Grund-Einsatzdauer (z. B. bis 2 Stunden vor Ort) sind enthalten; weitergehender Aufwand wird über Pos. 500.002 abgerechnet. Für Kunden mit Wartungs- oder Servicevertrag können gesonderte Konditionen gelten (z. B. reduzierte Notdienstzuschläge). Verfügbare Standard-Ersatzteile für gängige Kompressor-/Trocknermodelle werden mitgeführt oder kurzfristig über die Ersatzteillogistik beschafft. Ist eine sofortige Entstörung nicht möglich, wird die Druckluftanlage bzw. betroffene Anlagenteile sicher außer Betrieb genommen, gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten gesichert und eine Folgereparatur geplant.

500.002 – Instandsetzung auf Regie (Mechanik/Elektrik/Steuerung)

  • Beschreibung: Instandsetzungsarbeiten an mechanischen, elektrischen und steuerungstechnischen Komponenten der Druckluftanlage auf Regie-Basis, inkl. Austausch und Justage defekter Teile, Funktions- und Sicherheitsprüfung sowie Wiederinbetriebnahme. Dokumentation im Reparaturbericht, bei sicherheitsrelevanten Komponenten zusätzlich Eintrag im Prüfbuch/Druckanlagenbuch.

  • Einheit: Stunde (Techniker)

  • Menge: n. B.

  • Bezug Betreiberpflicht(en): Wiederherstellung eines sicheren Zustands gemäß Gefährdungsbeurteilung und Prüfberichten nach BetrSichV (Arbeitsmittel/Druckanlagen) und TRBS 1201/1203 (Prüfung durch befähigte Personen).

500.003 – Leckageortung und Sofortmaßnahmen im Druckluftnetz

  • Beschreibung: Systematische Leckageortung im Druckluftnetz (z. B. mittels Ultraschall- oder Durchflussmessung) bei auffälligem Druckluftverbrauch oder erkennbaren Undichtigkeiten. Lokalisierung und Kennzeichnung der Leckstellen, Bewertung der Dringlichkeit und Durchführung einfacher Sofortmaßnahmen (z. B. Nachziehen von Verbindungen, provisorisches Abdichten), soweit ohne Anlagenumbau möglich. Dokumentation der Ergebnisse mit Leckageliste und Abschätzung des Einsparpotenzials.

  • Einheit: Stunde (Techniker/Messtechniker)

  • Menge: n. B.

  • Hinweise: Einsatz insbesondere im Rahmen von Störungsbeseitigung, Betreiber-Audits oder Energieeffizienzprogrammen empfohlen (z. B. gemäß DIN EN ISO 11011 – Energetische Bewertung von Druckluftsystemen). Umfangreiche Netzumbauten und dauerhafte Sanierungslösungen sind separat zu planen und zu beauftragen.

500.004 – Reinigung/Spülung und Wiederinbetriebnahme nach Verunreinigung

  • Beschreibung: Maßnahmenpaket nach signifikanter Verunreinigung der Druckluftanlage (z. B. Öl- oder Wasserübertritt, starke Partikelbelastung, Trockner-/Filterausfall). Umfasst das kontrollierte Außerbetriebnehmen betroffener Anlagenteile, Entleeren und Spülen von Leitungen/Behältern im Leistungsumfang, Austausch verunreinigter Filtereinsätze, Funktionscheck der Trockner- und Kondensatableitung sowie schrittweise Wiederinbetriebnahme mit Kontrolle von Druckluftqualität und Betriebsparametern.

  • Einheit: Stunde (Techniker)

  • Menge: n. B.

  • Hinweise: Konkreter Umfang wird vor Ort festgelegt; ggf. sind ergänzende Laboranalysen der Druckluftqualität (z. B. nach ISO 8573-1) erforderlich. Die Position dient der schnellen Wiederherstellung eines bestimmungsgemäßen, sicheren Betriebs nach Verunreinigungsereignissen; weitergehende Sanierungs- oder Umrüstmaßnahmen werden separat beauftragt.

600.001 – Nachrüstung eines Frequenzumrichters an Kompressor-/Lüfterantrieb

  • Beschreibung: Nachträglicher Einbau eines Frequenzumrichters zur drehzahlgeregelten Ansteuerung eines bestehenden Asynchronmotors (z. B. Hauptverdichter, Booster, Lüfter der Kühleinrichtung) in der Druckluftstation. Leistung umfasst Lieferung eines geeigneten, EMV-geprüften Frequenzumrichters mit CE-Kennzeichnung, Montage im Schaltschrank inkl. notwendiger Schutz- und Filterkomponenten, Verdrahtung, Integration in die vorhandene Steuerung sowie Parametrierung (Druckregelstrategie, Drehzahlgrenzen, Beschleunigungs-/Bremsrampen, Sanftanlauf). Anschließender Probelauf mit Optimierung der Regelparameter zur Sicherstellung eines stabilen Netzdrucks, reduzierter Schaltzyklen und eines energieeffizienten Betriebs.

  • Einheit: Stück

  • Menge: 1

  • Hinweise: Voraussetzung sind ausreichender Einbauraum im Schaltschrank, geeignete Umgebungsbedingungen (Kühlung, Schutzart) und die Eignung des vorhandenen Motors für Umrichterbetrieb; bei alten Motoren kann ein Motortausch erforderlich sein. Netzrückwirkungen (Oberschwingungen) sind bei der Auslegung zu berücksichtigen; es werden nur normgerechte Komponenten (u. a. DIN EN 60204-1, DIN EN 61800 ff.) eingesetzt. Die Nachrüstung erfolgt unter Beachtung der BetrSichV/TRBS, inkl. Aktualisierung der Schaltunterlagen und Betriebsanleitung sowie Anpassung der Gefährdungsbeurteilung. Bei wesentlicher Verhaltensänderung der Druckanlage kann eine ergänzende Prüfung als prüfpflichtige Änderung erforderlich werden (separate Position).

600.002 – Nachrüstung einer Fernbedienung / Fernvisualisierung der Druckluftanlage

  • Beschreibung: Ausrüstung der Druckluftstation mit einem zusätzlichen Fernbedien- und Anzeigeplatz (z. B. Leitwarte, Leitstand in der Produktion) oder einem funk-/netzwerkbasierten Fernbediensystem. Enthalten sind Lieferung und Installation eines Fernbedienpanels bzw. Kommunikationsmoduls, Anschluss an die Kompressor-/Stationssteuerung, Parametrierung der Betriebs- und Störmeldungen (Start/Stopp, Betriebszustände, Druck, Temperatur, Störungen) sowie Funktionstests. Nach Einbau wird die Kommunikation (Reichweite/Störsicherheit bei Funk, Datensicherheit im Netzwerk) geprüft. Das Bedienpersonal kann Zustand und Betrieb der Druckluftanlage aus sicherer Entfernung überwachen und Kompressoren bedarfsgerecht schalten, ohne den Technikraum betreten zu müssen.

  • Einheit: Stück

  • Menge: 1

  • Hinweise: Eingesetzte Funk-/Kommunikationssysteme erfüllen die einschlägigen Funk- und EMV-Normen sowie die IT-Sicherheitsvorgaben des Betreibers. Vor Umsetzung ist die Einbindung in bestehende Leit-/Monitoring-Systeme (z. B. GLT, Energie-Monitoring) abzustimmen. Bediener sind in der neuen Bedienphilosophie und den Notfallfunktionen zu unterweisen (siehe Schulungspositionen Leistungsgruppe 800.000). Ersatzhandgeräte, Ladegeräte und ggf. Lizenzen für Visualisierungssoftware sind bei der Spezifikation mit anzugeben.

600.003 – Nachrüstung weiterer Komponenten / Modernisierung der Druckluftanlage

  • Beschreibung: Sammelposition für Modernisierungsmaßnahmen an bestehenden Druckluftanlagen. Mögliche Leistungen: Nachrüstung zusätzlicher oder neuer Sicherheitsventile, Entwässerungs- und Entlüftungseinrichtungen, Einbau bzw. Umrüstung der Drucklufttrocknung (z. B. energieoptimierte Kälte- oder Adsorptionstrockner), Nachrüstung von Taupunkt- und Druckluftqualitätsüberwachung (gemäß ISO 8573-1), Installation von Druck-, Durchfluss- und Energiezählern, Austausch veralteter Kompressor- oder Steuerungssysteme durch energieeffiziente Aggregate sowie Anpassung der Verrohrung und Kondensatführung. Inklusive Lieferung, Montage, Einbindung in die bestehende Steuerung, Probelauf und Aktualisierung der technischen Dokumentation (Schaltpläne, Betriebsanleitungen).

  • Einheit: Stück

  • Menge: 1

  • Hinweise: Konkrete Komponenten und der genaue Leistungsumfang sind bei Beauftragung festzulegen; die Auswahl erfolgt herstellerneutral, jedoch technisch kompatibel mit der bestehenden Anlage. Vor Ausführung ist zu prüfen, ob eine prüfpflichtige Änderung der Druckanlage gemäß BetrSichV/Anhang 2 vorliegt; falls ja, ist eine ergänzende Prüfung durch eine ZÜS oder eine befähigte Person separat zu beauftragen. Die Gefährdungsbeurteilung und das Prüfkonzept sind entsprechend fortzuschreiben.

600.004 – Nachrüstung eines Energie- und Betriebsdatenmonitorings für Druckluftsysteme

  • Beschreibung: Nachrüstung eines Mess- und Monitoringsystems zur kontinuierlichen Erfassung von Energie- und Betriebsdaten der Druckluftanlage (z. B. Strom-/Energiezähler, Druck- und Durchflusssensoren, Taupunktsensor, Datenlogger/Gateway). Umfasst den Einbau der Messsensorik an Kompressoren, Hauptleitungen und ggf. relevanten Verbraucherkreisen, die Konfiguration zentraler Kennzahlen (z. B. spezifischer Energieverbrauch kWh/m³, Netzdruck, Auslastung, Leerlaufanteil) sowie die Einrichtung eines webbasierten Dashboards oder die Anbindung an eine Leitwarte. Ziel ist die Herstellung von Transparenz hinsichtlich Effizienz, Lastverhalten und möglicher Leckagen sowie die Unterstützung von Energieaudits (u. a. gemäß DIN EN ISO 11011).

  • Einheit: Stück

  • Menge: 1

  • Hinweise: Schnittstellen zur bestehenden Kompressorsteuerung und IT-Umgebung sind vorab zu klären.

  • Datenaufbewahrung, Zugriffsrechte und IT-Security werden mit dem Betreiber abgestimmt.

  • Die Installation erfolgt im laufenden Betrieb möglichst ohne längere Stillstände; Schulung der Verantwortlichen zur Interpretation der Kennzahlen ist empfehlenswert.

600.005 – Nachrüstung einer Druckluftqualitäts- und Taupunktüberwachung

  • Beschreibung: Installation fester Messstellen zur kontinuierlichen Überwachung der Druckluftqualität (z. B. Drucktaupunkt, Partikel- und Ölgehalt) an definierten Übergabepunkten oder Hauptleitungen.

  • Lieferung und Montage von Taupunkt- und ggf. Partikel-/Ölsensoren, Anschluss an die Stationssteuerung oder ein separates Auswertesystem, Parametrierung von Alarm- und Warnschwellen gemäß den geforderten Druckluftklassen (z. B. ISO 8573-1) sowie Funktionsprüfung im Probebetrieb.

  • Anzeige und Protokollierung der Messwerte unterstützen die Einhaltung qualitätskritischer Anwendungen (z. B. Lebensmittel, Pharma, Atemluftaufbereitung).

  • Einheit: Stück

  • Menge: 1